Die Arbeit liefert den interessanten Versuch, der Liebe in ihrer Rolle als Aushandlungspunkt in Zeiten der digitalen Vernetzung nachzugehen.«Dr.

suche datings-51suche datings-38

Die wahre Liebe zu finden ist im Jahr 2016 schwierig wie eh und je. Deren Betreiber überlegen, wie sie ihre Dienste mit Hilfe cleverer Software weiter verbessern können. Online-Dating ist für manche Menschen noch verschrien als die letzte Anlaufstelle für einsame Herzen – für andere ist das World Wide Web der schnellste und einfachste Weg, um sich für einen unkonventionellen Flirt zu treffen oder den Partner fürs Leben zu finden.

Eines ist aber klar: Die Betreiber der Online-Partnerbörsen schlafen nicht, sondern feilen bereits an neuen Technologien für das Dating der Zukunft.

Das Vergleichsportal hat mit den Gründern und Geschäftsführern von 15 Onlinedating-Websites Gespräche geführt, sowie diverse Studien und Statistiken durchwühlt – um am Ende einen Bericht mit möglichen Szenarien zu präsentieren, wie Online-Dating in Zukunft aussehen könnte. Apps wie Tinder oder Lovoo haben in erster Linie den Zweck, ihren Nutzern zu einem schnellen Flirt zu verhelfen – die Suche nach wahrer Liebe tritt dabei in den Hintergrund… „Aus Sicht von LOVOO können wir sagen, dass die überwiegende Mehrheit unserer User eine dauerhafte Beziehung anstrebt, bei der Treue die höchste Priorität einnimmt“, sagt überraschenderweise Tobias Börner, Geschäftsführer bei der Dating-App LOVOO.

Eine Umfrage zur beliebten App Tinder zeichnet ein ähnlich ambivalentes Bild: Obwohl mit 71 Prozent der Großteil der Befragten mit der App Sex suchen, wollen ganze 52 Prozent sich auf lange Sicht verlieben.

In diesem Buch wird eine moderne, auf Liebe basierende Variante der Partnersuche als wissenschaftliches Forschungsobjekt vorgestellt: das Online-Dating.

Im Zentrum der ethnologischen Studie stehen die Emotionen der Online-Dater, ihre Liebesvorstellungen und ihre Vorgehensweisen.

Julia Dombrowskis Analyse, die das Geschehen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Dating-Börsen verfolgt, entwickelt eine Grundlage zur Erforschung neuer Wege der Partnersuche im interkulturellen Vergleich.

»Dombrowski hat einiges zu bieten: Eine Forschungsarbeit auf hochaktuellem [...] Feld, das im Anschluss an klare Begriffsbestimmungen, umfassenden Hinweisen zum Forschungsstand und zur Verortung ihrer Arbeit Schritt für Schritt erschlossen wird, und die Kompetenz, auch eine komplexe Materie nachvollziehbar aufzubereiten und zu vermitteln.«Peter F. Hörz, kulturen, 2 (2011) »Innovativ ist vor allem der ethnologische Blick auf die Akteure selbst und darauf, wie diese in ihrer Praxis des Online-Datings ihre Handlungen und Ansichten mit kulturellen Liebesvorstellungen vereinbaren.«Vanessa Kleinschnittger, 12/3 (2011) »Unterhaltsam zu lesen.

Auch wenn also derzeit Flirt-Apps stark im Kommen sind, werden sie auf lange Sicht die traute Zweisamkeit nicht ersetzen.

Onlinedating-CEOs halten das Matching und die dahinter steckenden Algorithmen für den wichtigsten Faktor, mit dem sich die Anbieter von ihren Mitbewerbern differenzieren können.

Manche Netzwerke setzen dabei auf Fragebögen, mit denen der Charakter des Nutzers analysiert wird, um ihm entsprechende Vorschläge zu machen.